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"Wenn einer eine Reise tut" - Menschen auf ihrer Lebensreise

Ausstellung der Bahnhofsmission Würzburg in der Liborius-Wagner-Bücherei 30.3. - 20.4.2012

Reisen, das wünschen wir uns fast alle. Mit Freunden treffen und sich gegenseitig die letzten oder die schönsten Urlaubs-Erlebnisse  erzählen. Austausch darüber, was man von der Welt gesehen hat und welches Weltwunder man auf jeden Fall noch besichtigen möchte. Doch befinden wir uns nicht immer und überall auf einer Reise? Unserer persönlichen Lebensreise? Auch hier gibt es Sehenswürdigkeiten, einschneidende Momente und prägende Erfahrungen, die man für immer festhalten möchte. Und natürlich das nächste Reiseziel! Doch in den seltensten Fällen reisen wir ohne unser Gepäck - dass während unseres Lebens immer mehr wird.

Die Ausstellung  „Wenn einer eine Reise tut“ - Menschen auf ihrer Lebensreise gibt auf zweierlei Art kunstvolle Einblicke in die Lebensreisen einiger Besucher der Bahnhofsmission Würzburg. Lassen sie sich  inspirieren…

Lebenslinien

Lebenswege sind bunt und vielfältig.  Sie gehen durch Höhen und Tiefen. Wichtige Ereignisse und Entscheidungen können den Kurs des eigenen Lebens verändern.  Neues gestaltet sich. So gewinnt das  Leben an Fahrt oder Abgründe tun sich auf. Verschlungene Wege bremsen aus. Lebenslinien verlaufen unterschiedlich. Jeder Mensch hat eine eigene Geschichte  und  einen eigenen Lebensentwurf.  An Kreuzungspunkten treffen sie aufeinander.  Sie treten in Beziehung und begegnen sich. Oftmals gehen sie auch ein Stück als „gemeinsamer Weg“ nebeneinander her.

Eindrucksvoll zeigt dieses Bild, das am 16. April 2011 im Rahmen des „Tages der Bahnhofsmission“  am Hauptbahnhof entstanden ist, die Lebenslinien einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Menschen. Sowohl Besucherinnen und Besucher der Bahnhofsmission als auch Passanten und Reisende, die an diesem Tag das Bahnhofsgebäude besuchten, wurden aktiv bei der Gestaltung des Bildes. Mit dicken Ölkreiden haben sie ihre ganz persönliche Spur auf der Leinwand hinterlassen. Zunächst als einzelne Linien aufgezeichnet, verdichten sie sich zu einer bunten Komposition von Linien und Mustern, die miteinander in Beziehung stehen. Nutzen auch Sie die Möglichkeit, ihr Leben als Kunst zu verstehen, und zeichnen Sie Ihre persönliche Lebenslinie, um somit kreativ diese Ausstellung  zu bereichern.

Koffer

Die Koffer erzählen Geschichten von Besucherinnen und Besuchern der Bahnhofsmission mit ihren Sorgen und Nöten aber auch mit ihren Wünschen, Träumen und Zielen, die nicht zuletzt ihr kreatives und kunstschaffendes Potential widerspiegeln. Die Künstlerinnen und Künstler sind hier die Besucher der Bahnhofsmission selbst. Sie nehmen ihr eigenes Leben und ihre Lebensumstände wahr, verarbeiten und gestalten sie kreativ und kunstvoll in gepackten Koffern. Jede und jeder von ihnen nimmt sein Leben in die Hand, entwickelt Ideen, setzt seine Kräfte und Ressourcen ein, um sein Leben zu meistern. Das tun sie oft unter ganz schwierigen Bedingungen. Sie begreifen ihr Leben in der Tat als ein Gesamtkunstwerk.

-  Der Koffer von Chris M. zeigt, wie er sein Leben mit einer Segelschifffahrt auf stürmischer See vergleicht. Als Pirat sucht er nach dem richtigen Kurs und versucht so manches Hindernis zu überwinden.

-  „Mein Leben ist bunt und vielfältig“, sagt der Koffer von Tara R., die ihn in stundenlanger Handarbeit selbst bemalt und dann mit Gegenständen gepackt hat, die ihr Leben ausmachen.

-  „Da ist längst nicht alles drin!“, sagt Marie H., deren Koffer detailreich und genau Ausschnitte ihrer Lebensgeschichte zusammenfasst, sortiert und symbolisch ausdrückt.

-  Hella S., die 79jährige betagte Dame ist mir ihrem großen roten Koffer auf dem Weg zur Beisetzung ihrer verstorbenen Cousine und macht auf der Reise eine kurze Rast in der Bahnhofsmission. Einen Koffer voller Erinnerungen trägt sie mit sich herum.

-  Ziemlich punkig sind der Rucksack und die Stiefel, die für die junge Toni W. stehen. Gerade ist sieaus ihrem Elternhaus ausgebrochen und bestreitet ihr Leben auf der Straße.

Wir laden Sie dazu ein, sich von den Kunstwerken berühren zu lassen und einen Blick in Ihren eigenen Koffer zu wagen. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie (wie  fast alle Menschen) die Wünsche, Träume und Hoffnungen der Besucher der Bahnhofsmission teilen. 
Der Tisch mit einem weiteren, interaktiven Koffer gibt Ihnen die Möglichkeit, die Ihnen wichtigen Dinge und Anliegen festzuhalten und gleichzeitig mit anderen zu teilen.


Wir hoffen, dass wir Ihnen durch das Aufzeigen einiger persönlicher Lebensreisen von Besuchern der Bahnhofsmission eine neue Sichtweise auf Menschen in  schwierigen Lebenslagen nahebringen können.

Wenn unsere Ausstellung  für Sie eine Inspiration ist  möchten wir Sie ermutigen, sich für gesellschaftlich gerechte Verhältnisse einzusetzen.

Weil jeder Mensch ein kreatives Potential hat, das andere bereichert, setzen wir mit Kreativität ein Zeichen gegen soziale Ausgrenzung!

Weitere Infos erhalten Sie auch auf den Internetseiten der Christophorus-Gesellschaft, die Träger der Bahnhofsmission ist.

 

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